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Digitaler Herkunftsnachweis für Lebensmittel-Lieferketten

Rolle: Analyse, Konzeption & Lösungsdesign
Dauer: 1 Semester
Team: 4–6 Personen

Zusammenfassung

Im Rahmen eines Hochschulprojekts wurde gemeinsam mit einem regionalen Frischeservice ein Konzept zur digitalen Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln entlang der Lieferkette entwickelt.

Ziel war es, Herkunftsinformationen von landwirtschaftlichen Erzeugnissen trotz Zwischenhandel, Verarbeitung und Aggregation nachvollziehbar zu machen und für Großküchen sowie Gemeinschaftsverpflegung nutzbar aufzubereiten.

Ergänzend entstand ein Demonstrator zur Berechnung regionaler Lieferdistanzen auf Basis aggregierter Herkunftsdaten.

Das Projekt verbindet klassische Prozessanalyse mit der Entwicklung eines zukunftsfähigen Digitalisierungskonzepts für komplexe Lieferketten.

Problemstellung

Trotz funktionierender Lieferketten gehen wichtige Herkunftsinformationen bei der Verarbeitung und Aggregation von Lebensmitteln häufig für Endkunden verloren

Besonders bei:

Zwischenhändlern
Frischeservices
Verarbeitungsbetrieben
Mischprodukten

wird die ursprüngliche Herkunft von Waren häufig nicht mehr transparent weitergegeben.

Dadurch entstehen Herausforderungen bei:

Regionalitätsnachweisen
Zertifizierungen
Audits
Transparenz gegenüber Kunden
Rückverfolgbarkeit von Produkten

Gleichzeitig müssen sensible Lieferantenbeziehungen geschützt werden.

Herausforderung

Die zentrale Herausforderung bestand darin, eine Lösung zu entwickeln, die:

Herkunftsinformationen über mehrere Lieferstufen erhält
bestehende Prozesse möglichst wenig verändert
Lieferanten schützt
auch für aggregierte Produkte funktioniert
wirtschaftlich realisierbar bleibt

Zusätzlich mussten die Interessen verschiedener Stakeholder zusammengeführt werden:

Hochschule
Auftraggeber
Geschäftsführung
Einkauf
IT-Abteilung
Operative Fachbereiche

Besonders anspruchsvoll war die Verbindung von fachlicher Realität, wirtschaftlichen Anforderungen und technischer Umsetzbarkeit.